DJ Schimpagner

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Der Lebensweg eines Rebells

 

Die meisten von euch wissen sicher mit dem Phänomen Schimpagner etwas anzufangen, jedoch fragen sich sicher auch viele: "Was steckt hinter der Clownsfassade dieses beliebten Sängers und Entertainers, der Am 1. April des Jahres 1 das Licht der Welt erblickte?". Viele fragen sich "Was für ein Mensch ist dieser Schimpagner?", "Wo kommt er eigentlich her?" und "Warum trägt er niemals Waschbecken auf seinem Kopf?". Einige dieser Fragen möchte ich euch daher mit einer kurzen Biographie Schimpagners beantworten. Jetzt geht's los.

 

DJ Schimpagner, geboren am 1. April im Jahre 1, entdeckte während seiner Geburt den heiligen Gral König Arthur's und erkannte darin seine Bestimmung, als Clown, Entdecker, Eroberer, quasi als Allroundtalent durchs ewige Leben zu gehen und die Massen zu begeistern. Schon in frühester, postnataler Phase, wusste sich DJ Schimpagner der Willkür der Herrschenden zu widersetzen. Er vertrieb drei Vertreter großkapitalistischer Konzerne, welche ihm Werbegeschenke zur Geburt überreichen wollten, um ihn bereits in frühester Kindheit dem Konsumrausch zum Knechte zu machen. Mit bloßem Grimmassieren jagte er die drei Scheinheiligen von Dannen. Nur ein Hirte, welcher die Standhaftigkeit des Proletariats darstellen wollte, blieb noch ein Weilchen an der Wiege des DJ-Kindes stehen, um später mit Schimpagner's Mutter, der heiligen Maria, anzubändeln.

Am 2. April im Jahre 1 wurde das Schimpagnerkind Padawan des großen Ori Gami. Dieser zeigte ihm in jahrelanger Ausbildung die dunkle Seite der Nacht. Am Ende seiner Ausbildung im Jahre 611 ward er berechtigt, den Titel Suff Lord Schimpagner zu tragen. Im Jahre 615 verstarb Ori Gami und Padawan Schimpagner wurde zu seinem Nachfolger gekürt, was gleichzeitig Herrscher aller Welten bedeutete. Schimpagner zog sich in den Tempel Oris zurück und schwelgte in finsteren Gedanken. Jahre gingen ins Land. Jahre des Schreckens, Jahre, in denen die Menschlichkeit täglich mit neuen Katastrophen zu kämpfen hatte. Die "Stille Post", eine gar schreckliche Seuche, in deren Latenzphase der Infizierte sich in eine Bärenjagd verwandelt, um sich in derer Gestalt totzulaufen, kursierte. Hunderttausende starben - vielleicht auch mehr. Niemand konnte es aufschreiben, da der weise Schimpagner den Menschen die Schrift noch nicht gelehrt hatte. Im Zuge der "Stillen Post" brach der 30-jährige Krieg aus. Er dauerte 40 oder mehr Jahre an, da Schimpagner der Weise auch das Zählen noch nicht gelehrt hatte. Unzählige Tote ließen in den Kriegszeiten ihr Leben, überall wuchsen Friedhöfe aus dem Boden, viele grähmte der Verlust ihrer Nächsten und man beschloss nie wieder Krieg zu führen. Jedoch erwies sich dies als kein einfaches Unterfangen. Viele Menschen hatten böse Gedanken und wollten ihren Nachbarn die schändlichsten Dinge antun, z.B. etwas klauen. Bevor also ein neuer Krieg z.B. durch Diebstahl oder Ähnliches auszubrechen drohte, begab man sich zum Tempel Schimpagner's, um ihn, den weisesten aller Weisen, um Rat zu fragen. Rat mit T, denn Rad mit D war damals noch nicht erfunden. Man sprach: "Oh großer Schimpagner, erweise Dich als unser gnädig und gib uns Antowrt. Lass uns teil haben an deiner immensen Weisheit. Wir baden in Dummheit, erlöse uns von dieser Schmach der Unwissenden und bringe uns Erleuchtung!". Vier Tage und vier Nächte gingen ins Land, bis am Morgen des 5. Tages direkt die Nacht des 6. Tages begann , worauf der Abend des 12. Tages folgte. Wieder einmal wurde den Menschen bewusst, wie wichtig es ist, zählen zu können und man überlegte sich eine eigene Zahlenfolge, die wir heute als "Großen Voraus" bezeichnen. Dieser lautete so: 12, 11, 13, 12, 8, 13, 1, 4486743 und als Letztes die Zahl "Unendlich". Jedoch war es eine Kunst, mit diesen Zahlen zu zählen und daher war es nur den Reichen und Mächtigen vorbehalten, diese zu lernen.

Während also die Armen und Geknechteten noch immer vor dem Tempel Schimpagner's ausharrten, zählten die Reichen fröhlich ihre Äpfel und badeten in Glückseeligkeit, bis eines Tages eine Stimme aus dem Tempel erklang: "Knusper Knusper Knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen, Hurra Hurra ich bin der Ostseekasper, Tritratrullala". Schimpagner öffnete die Pforte und trat heraus. "Meine Jünger, ihr habt die Strapazen aufgenommen, meinen Tempel zu erklimmen. Nun sehet her, ich lehre euch drei Dinge: 1. Lesen" - und die Menschheit las. "2. Schreiben" - und die Menschheit schrieb. "3. Lieben" - und die Menschheit liebte. "4. Zählen" - und die Menschheit zählte und wies Schimpagner darauf hin, dass dies bereits die 4. Lehre war, er aber nur 3 ankündigte. Schimpagner sah, dass er Gutes getan hatte und beschloss von nun an wieder unter ihnen zu leben. Die Reichen, die seine Lehren nicht empfangen hatten, da sie mit dem Zählen ihrer Äpfel beschäftigt waren, stampften sich vor Ärger selbst in den Boden.

Schimpagner ließ sich als Wertschätzung seiner selbst ein Denkmal errichten, welches uns heute als Koloss von Rhodos bekannt ist. Inzwischen schrieb man das Jahr 1001. Die Menschheit gebildet und verbrachte den Tag mit Lesen, Schreiben, Zählen und Lieben. Der weise Schimpagner saß auf seinem Denkmal und langweilte sich fast zu Tode - nur noch Lesen, Schreiben, Zählen und Lieben, Tag ein, Tag aus - monotones Gedöns. Er fing an, einen Plan gegen die Langeweile auszuhecken. Also erfand er die Religionen, nur so um mal wieder Leben in die Bude zu bringen. Jeder Religion gab er einen lustigen Namen wie Buddhismus, Hinduismus oder gar Christentum, ganz nach seinem Onkel Chris benannt. Und all die Religionen mussten gegensätzliche Ideale haben um ein möglichst aktionsreiches Schauspiel zu erhalten. An die Spitze aller Religionen stellte er sich selbst. Hier nannte er sich schlicht und einfach "Gott". Als Gott sah Schimpagner nun fröhlich zu, wie die Menschen ein blutiges Gemetzel veranstalteten. Wir Menschen wurden verbrannt, gekreuzigt, gesteinigt, bei lebendigem Leibe gegessen oder begraben. Man raubte und brandschatzte, erschlug und mordete, beschimpfte und verunglimpfte. Im Zuge der Glaubenskriege ließen Millionen Menschen ihr Leben und verantwortlich war nur einer: der gelangweilte Schimpagner. Doch was wäre der Mensch, wenn ernicht vergeben könnte. Schimpagner hatte die Menschen gelehrt, zu lieben, also liebten sie ihn weiterhin. Sie hatten ihm verziehen, dass er sie beinahe ausgerottet hätte.

Fasching 1492 verkleidete Schimpagner sich als arbeitsloser Seefahrer und ging auf Karnevalsumzug. Hier lernte er eine Prinzessin, die sich als Königin verkleidet hatte, kennen. Er verliebte sich in sie und versprach ihr, Indien zu entdecken. Am Nachmittag 1492 hatte er dann Amerika entdeckt, da er aber die Schnauze voll hatte vom Entdecken, log er der Prinzessin vor, Indien wäre Amerika. Die Prinzessin nahm Schimpagner zum Ehegatten und gebar ihm einen Hauchbär. Dieser war Tag ein, Tag aus damit beschäftigt, warmen Hauch auf kalte Scheiben zu hauchen......

 

FORSETZUNG FOLGT

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